{Dieser Beitrag enthält Werbung}


Ein Tag am Feld


Spannendes rund um Urgetreidearten, Anbau, Rekultivierung und Einsatz in der Küche

Schon lange darf ich mich im Rahmen unserer schönen Rezeptkooperation mit der Initiative Urgetreide, sowie den tollen Produkten, die man aus Urgetreidearten machen kann, beschäftigen. Endlich war es soweit und die Theorie wurde in die Praxis umgesetzt. Das bedeutete für uns: ein Tag am Urgetreide Feld. Ein Tag mit vielen spannenden Informationen zum Thema Urgetreide und den verschiedenen Urgetreidearten. Natürlich waren da auch sehr viele leckere Kostproben, aus Urgetreidearten gebacken und zubereitet, dabei, was uns sehr gefreut hat.


Viel mehr als nur Brot


Wer jetzt denkt Urgetreide ist „nur“ die Basis für Brot, der irrt gewaltig. Es eignet sich für eine Vielzahl an Gerichten. So ist Einkorn und auch Emmer ideal für Pasta. Wohingegen sich der Waldstaudenroggen ideal für Brot und Gebäck eignet. 

Auch süßes Gebäck lässt sich ganz wunderbar mit Mischungen oder auch einzelnen Urgetreidearten wie Urdinkel und Einkorn zubereiten. Und sogar herrlich kühles Bier lässt sich damit brauen.


Von Beginn an…


Damit sind wir jetzt aber schon mitten in der Materie, sollten aber einmal ganz von vorne beginnen. Die heute so kostbar kultivierten Arten sind schon seit Urzeiten die Basis der modernen Brotkultur. Sie werden seit vielen Tausenden Jahren angebaut. Manche Urgetreidearten wurden schon um 10.000 v. Chr. angebaut. Dass Urgetreide heute wieder so beliebt sind, hat eine Vielzahl unterschiedlicher Gründe. Unter anderem die hohen Nährstoffgehalte, die einzigartigen Geschmacksrichtungen, welche in nussige und malzige Richtungen gehen, sowie ihre Naturbelassenheit. Hierbei taucht schnell die Frage auf, warum die Urgetreidearten trotz ihrer positiven Eigenschaften von den neuen Getreidearten fast verdrängt wurden. Der Hauptgrund liegt ganz einfach in der Effizienz des Anbaus.


Rückbesinnung auf alte Urgetreidearten


Heute gibt es zum Glück einen positiven Trend weg von hochgezüchteten, effizienten Arten, hin zu schmackhaften, hochwertigen, aber eben schwerer anbaubaren, Urgetreidearten. Sie sind zwar schwerer zum anbauen, dafür aber intensiver im Geschmack, nachhaltig, naturbelassen und für viele Menschen besser verträglich als modernes Getreide. 

Dabei geht es hauptsächlich um die sechs interessantesten Arten. Diese möchten wir euch hier im Überblick kurz vorstellen.


Urgetreidearten


Einkorn: Das älteste bekannte Brotgetreide ist einzigartig nussig – seine Eigenschaften schätzten die Menschen bereits vor 10.000 Jahren.

Emmer: Für die alten Ägypter soll die besonders feinwürzige Getreideart die „einzig“ akzeptable Basis für Brot gewesen sein. Emmer wird als der Vater des heutigen Weizens bezeichnet.

Waldstaudenroggen: Die älteste Form des Roggens besticht mit erdigem, leicht süßlichem Geschmack und trat vor bereits 9.000 Jahren erstmals in Erscheinung.

„Urdinkel“ – Bauländer Spelz: Die ursprüngliche Dinkelsorte aus dem nordbadischen Bauland präsentiert sich süßlich-feinwürzig. Im Mittelalter wurde Dinkel als Allheilmittel bezeichnet.

Fisser Imperial Gerste: Ursprungsort dieser Getreidesorte ist die Tiroler Gemeinde Fiss. Die aromatisch leicht malzige Gerstenart gehört zu den ältesten kultivierten Getreidearten.

Khorasan: Die eher unbekannte Spezies ist eine natürliche Kreuzung aus alten Weizensorten und hat eine feine, buttrig-nussige Note.


Anbau & Rekultivierung von Urgetreidearten


Sie alle wachsen auf den Testfeldern in Weikerndorf. Die Saatbau Linz kümmert sich dort um die Rekultivierung, sowie um die Verbreitung der verschiedenen Urgetreidearten. Am Feld werden die Unterschiede dieser schnell klar. So weisen sie differente Eigenschaften in Bezug auf Wachstum, Ähren und Körner auf. Während der übergroße Waldstaudenroggen mit seiner Größe beeindruckt, überzeugt Dinkel vor allem durch seine großen Körner. Emmer hat im Gegensatz zum gleichnamigen Einkorn zwei Körner im Absatz der Ährenspindel. Außerdem ist Emmer saftig grün und auch kleiner im Wachstum. Das saftige Grün verlieren Emmer und auch Einkorn später in der Vollreife. Sie nehmen dann die typische Getreidefarbe an.

Sie alle haben verschiedene Anbau- und Erntezeiten. Getreideforscher PD Dr. Longin beschreibt die Komplexität im Anbau der Urgetreidearten wie folgt: „Urgetreidearten haben bei Anbau und Verarbeitung einige Besonderheiten. Man muss wissen, wie sie zu handhaben sind. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Urgetreidearten sind eine erhaltenswerte Kostbarkeit mit großem Potenzial.“


Ziel der Initiative Urgetreide


Letzteres ist auch die Zielsetzung des Vereins Initiative Urgetreide. So wird auf den Wert und die Wertigkeit dieser alten Getreidearten aufmerksam gemacht. Währenddessen haben wir natürlich weitere Informationen zum Thema gesammelt. So viele Menschen wie möglich sollen erfahren, dass Urgetreide wie Emmer, Einkorn und Khorasan sehr wichtig und wertvoll für unsere Ernährung sind.

“Wir die Initiative Urgetreide, möchten den Wert und die Wertigkeit dieser alten Getreidearten bewusst machen, mehr Wissen hierüber verbreiten und die Bedeutung dieser kostbaren Getreide für die heutige Ernährung vermitteln. Uns ist es ein besonderes Anliegen, zusammen mit Ihnen das Thema Urgetreide wieder bekannter zu machen und für mehr Genuss aus Tradition zu sorgen”

Mehr Informationen unter: www.initiative-urgetreide.de


Unsere Rezeptideen


Wir verraten euch unsere Rezeptideen rund um das Thema Urgetreidearten. Vom Frühstück bis zum Dinner, ausgewogene Rezeptideen für die ganze Familie.


Frühstück



Suppen



Salat



Snacks