Zubereitung
Die Kichererbsen abseihen, gut abspülen und zur Seite stellen. Den Knoblauch schälen. Die roten Rüben schälen und putzen. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech im vorgeheizten Ofen bei 175°C Heißluft für 45 Minuten zusammen mit dem Knoblauch backen. Anschließend die roten Rüben mit dem Knoblauch, den Kichererbsen, dem Zitronensaft in einen Mixer geben und fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den rote Rüben Hummus in einer Schüssel anrichten, mit Olivenöl verfeinert zu Brot und einem edlen Tropfen Rotwein servieren.
Longevity & Wein
Wie passt Rotwein in einen gesunden Lebensstil?
Marlene: In Maßen und im richtigen Kontext passt er sehr gut. Besonders in Verbindung mit mediterraner Ernährung und sozialen Momenten. Es geht nicht um tägliche Gewohnheit, sondern um bewusste Integration.
Wie sehen Sie die Diskussion rund um Resveratrol?
Marlene: Ich sehe sie differenziert. Ja, Rotwein enthält Antioxidantien. Aber Longevity entsteht nicht durch einen einzelnen Stoff. Wenn wir uns die Blue Zones anschauen, also Regionen mit besonders vielen gesunden, alten Menschen, sehen wir ein klares Bild: Bewegung im Alltag, gute Ernährung, soziale Verbindungen und ein Glas Wein in Gemeinschaft. Nicht isoliert, nicht funktionalisiert, sondern eingebettet ins Leben.
Ist Wein Teil einer ausgewogenen Ernährung oder ein bewusstes Extra?
Marlene: Beides. In Ländern wie Frankreich ist Wein Teil der Kultur. Er wird nicht nebenbei konsumiert, sondern bewusst zu Mahlzeiten, im Gespräch, im Miteinander. Genau das macht den Unterschied.
Qualität, Herkunft & Gesundheit
Welche Rolle spielen Anbau und Verarbeitung für die Qualität?
Markus: Eine zentrale Rolle. Qualität entsteht im Weingarten. Wir arbeiten auf rund 45 Hektar biologisch und nachhaltig, mit großem Respekt vor der Natur. Jede Entscheidung draußen beeinflusst das, was später im Glas passiert.
Wird Nachhaltigkeit stärker mit Gesundheit verknüpft sein?
Markus: Ja, weil alles zusammenhängt. Gesunde Böden bringen gesunde Trauben. Saubere Arbeit im Keller sorgt für Klarheit im Wein. Für mich ist Nachhaltigkeit keine Philosophie, sondern Handwerk.
Gibt es Unterschiede zwischen Rotweinsorten im Kontext bewussten Genusses?
Markus: Definitiv. Blaufränkisch ist zum Beispiel sehr präzise und zeigt Herkunft extrem klar. Er hat Struktur, Frische und Tiefe. Das macht ihn spannend, weil er nicht laut ist, sondern vielschichtig. Genau das passt zu einem bewussten Zugang.
Was macht für Sie einen wirklich guten Rotwein aus?
Markus: Balance. Ein Wein muss alles können, Struktur, Frucht, Eleganz und Länge. Und er muss Herkunft zeigen. Wenn ein Wein ehrlich ist, dann merkt man das sofort.
Spürt man den Unterschied zwischen industriell und handwerklich gemachten Weinen?
Markus: Ja, und zwar sehr deutlich. Handwerkliche Weine haben Spannung und Charakter. Sie entwickeln sich im Glas. Das ist wie ein Gespräch, das immer tiefer wird.
Bewusster Genuss
Wie gelingt der Mittelweg zwischen Verzicht und Genuss?
Marlene: Durch Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Balance. Longevity ist kein Wettbewerb. Es geht darum, möglichst echt zu leben.
Was raten Sie gesundheitsbewussten Weinliebhabern?
Marlene: Auf den eigenen Körper hören. Gut essen, ausreichend trinken und Wein bewusst genießen. Qualität statt Quantität.
Gibt es eine ideale Menge Wein?
Marlene: Die ideale Menge ist individuell. Entscheidend ist, wie man sich danach fühlt. Bewusstsein ersetzt jede Regel.
Foodpairing & Lebensstil
Welche gesunden Speisen passen besonders gut zu Rotwein?
Markus: Struktur braucht Struktur. Gemüse mit Röstaromen, hochwertige Proteine in moderaten Mengen oder gereifter Käse. Wichtig ist, dass sich Wein und Speise ergänzen.
Ihre liebsten Kombinationen für Körper und Seele?
Marlene: Gegrillte Aubergine mit Tahini und Granatapfel zu Blaufränkisch. Frisch, aromatisch und ausbalanciert.
Markus: Ein kleines Rinderfilet mit Ofengemüse und einer kraftvollen Cuvée. Reduziert auf das Wesentliche.
Wie sieht Ihr idealer Genussabend aus?
Marlene: Ein Tisch mit guten Lebensmitteln, Menschen, die bleiben wollen, und ein Glas Wein, das den Moment begleitet.
Markus: Sonnenuntergang, Ruhe, ein Glas Blaufränkisch und Zeit.
Abschluss
Ihr Lieblingsmoment mit Rotwein?
Marlene: Wenn aus einem Glas ein Gespräch entsteht, das länger dauert als geplant.
Longevity und Wein in einem Satz?
Marlene: Ein langes Leben entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch bewusste Momente.
Markus: Große Weine brauchen Zeit. Gute Momente auch.
Leichter trinken. Tiefer genießen.
Es beginnt oft früher, als man denkt. Ein gedeckter Tisch im Schatten. Leises Stimmengewirr. Ein Glas in der Hand, das nicht den Abend einläutet, sondern den Moment. Daydrinking nennen es viele. Für mich ist es etwas anderes. Es ist eine Einladung, den Tag bewusster zu erleben.
Früher war Wein oft ein fixer Bestandteil. Heute ist er eine Entscheidung. Ich trinke weniger, aber bewusster. Und genau darin liegt die Veränderung. Aus einem Glas wird ein Moment. Aus einem Moment ein kleines Ritual.
Gerade im Sommer verändert sich unser Zugang ganz natürlich. Die Tage sind länger, der Körper leichter, die Stimmung offener. Man braucht keine Schwere, sondern Klarheit, Frische und Balance. Vielleicht ist genau das der Kern von Light Drinking. Weniger Alkohol, mehr Gefühl.
Auch in den sogenannten Blue Zones, Regionen mit besonders vielen gesunden, alten Menschen, zeigt sich dieses Prinzip sehr klar. Wein wird dort nicht als Ausnahme getrunken, sondern als Teil des Lebens. In Gemeinschaft, zu gutem Essen, in einem entspannten Umfeld. Nicht exzessiv, sondern selbstverständlich.
Und vielleicht liegt genau darin die Antwort auf viele Diskussionen rund um Longevity. Es geht nicht darum, das Glas zu streichen. Es geht darum, den Moment dahinter zu verändern.
Ein schönes Beispiel dafür ist gekühlter Rotwein. Für viele noch ungewohnt, für uns längst gelebte Praxis. Ein Blaufränkisch leicht gekühlt bringt genau das ins Glas, was wir im Sommer suchen. Frische, Eleganz und Trinkfluss. Weniger Schwere, mehr Leichtigkeit. Und plötzlich passt Rotwein nicht nur zum Abend, sondern auch zum Tag.
Und dann sind da diese leichten, verspielten Varianten, die genau diesen Zeitgeist treffen. Ein Rosé Frizzante mit Soda oder Tonic, prickelnd, frisch, fast schwerelos. Ein klassischer Weißweinspritzer, der nie aus der Mode kommt, weil er einfach funktioniert. Oder unser Fortified BF, aufgegossen mit Soda oder Tonic, eine spannende, moderne Interpretation, die überrascht und gleichzeitig unglaublich zugänglich bleibt.
Für die Experimentierfreudigen geht es sogar noch einen Schritt weiter. Back to the roots. Der Rotweinspritzer erlebt sein Comeback. Wichtig ist hier die Auswahl des Weins. Leichte, fruchtbetonte Rotweine ohne oder mit nur ganz dezenten Holznoten funktionieren am besten. Sie behalten ihre Frische und werden durch das Soda noch lebendiger.
Achtsamkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nicht im Sinne von Verzicht, sondern im Sinne von Wahrnehmung. Wie fühle ich mich gerade? Habe ich genug gegessen, genug getrunken, genug Ruhe gehabt? Denn eines habe ich gelernt. Nicht der Wein ist das Problem. Sondern der Zustand, in dem wir ihn trinken.
Wenn wir entspannt sind, gut genährt und innerlich ruhig, dann wirkt ein Glas Wein ganz anders. Leichter. Stimmiger. Fast wie eine Verlängerung des Moments.
Und genau darum geht es. Nicht um Perfektion, sondern um Balance.
5 Tipps für bewussten Genuss im Sommer
- Trinke früher, nicht mehr
Ein Glas am Nachmittag in der Sonne kann erfüllender sein als mehrere am Abend. Daydrinking darf leicht sein.
- Setze auf Frische
Gekühlter Blaufränkisch oder leichte Spritz-Varianten bringen genau die Balance, die der Sommer verlangt.
- Mix it lightly
Rosé Frizzante mit Soda oder Tonic, Weißweinspritzer oder ein Fortified BF Spritz sorgen für Leichtigkeit ohne Verzicht.
- Iss bewusst dazu
Gutes Essen ist die Basis. Leichte Gerichte, Gemüse, hochwertige Zutaten. Der Körper merkt den Unterschied.
- Höre auf deinen Körper
Es gibt keine perfekte Menge. Nur ein gutes Gefühl danach.
Vielleicht ist Longevity am Ende viel einfacher, als wir denken.
Nicht weniger leben. Sondern bewusster.
Ein Glas Wein kann Teil davon sein.
Nicht mehr. Aber ganz sicher auch nicht weniger.
Hier geht´s zum Portwein Spritz Rezept.
Hier geht´s zum Weingut K & K Kirnbauer.
Kommentare