Genussvolle Auszeit im Südburgenland

Genussvolle Auszeit im Südburgenland – Wandern, Wein & Wohlfühlen rund um den Drei-Weinberge-Weg


Sanfte Hügel, rebenbewachsene Hänge, kleine Dörfer mit weiß gekalkten Kellergassen und überall dieses warme, leicht goldene Licht, das das Südburgenland so besonders macht. Willkommen in einer Region, die Genuss, Natur und ehrliche Gastfreundschaft auf wunderbar unaufgeregte Weise vereint. Unser Wochenendausflug führt uns diesmal ins Südburgenland, genauer gesagt rund um den Drei-Weinberge-Wanderweg – ein Paradies für Weinliebhaber, Wanderfreunde und alle, die regionale Kulinarik lieben.


Zwischen Reben und Ruhe – unterwegs am Drei-Weinberge-Weg


Der Drei-Weinberge-Rundweg verbindet auf rund 14 Kilometern drei der schönsten Weinberge der Region: den Eisenberg, den Csaterberg und Deutsch-Schützen. Ein abwechslungsreicher Rundweg, der nicht nur mit traumhaften Ausblicken, sondern auch mit kulinarischen Stopps lockt. Wir starten frühmorgens, die Sonne taucht die Weingärten in zartes Rosa, und der Tau glitzert auf den Reben. Die leichte Steigung belohnt mit einem Panoramablick über das südburgenländische Hügelland bis hinüber nach Ungarn. 

Zwischen den Weinbergen liegen kleine Winzerhöfe, liebevoll gepflegte Kellerstöckl und Rastplätze mit Sitzbänken aus Holz. Wer den Weg nicht nur sportlich, sondern genussvoll gehen möchte, sollte unbedingt genug Zeit einplanen – etwa für einen Besuch in einer der Vinotheken entlang der Route, wo regionale Weine verkostet werden. Unser Tipp: ein Stopp in einer der gemütlichen Vinotheken am Eisenberg. Dort kann man sich durch die typischen Blaufränkisch-Weine der Region kosten – kraftvoll, würzig und mit dieser besonderen Mineralität, die vom eisenhaltigen Boden stammt. Perfekt dazu: ein Stück Bauernbrot und ein paar Scheiben burgenländischer Speck.


Einkehr beim Familienbetrieb Wiesler-Schreiner – wo Tradition duftet


Zwischen der Wanderung kehren wir bei der Buschenschank Wiesler-Schreiner ein – ein Familienbetrieb, wie er im Bilderbuch steht. Schon beim Betreten und bei auf der Suche nach einem Platz Wissen wir, nicht umsonst ist die Buschenschank so beliebt! Es steigt uns der Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase. Hier wird noch alles selbst gemacht: das knusprige Holzofenbrot, Aufstriche, Fleischspezialitäten und natürlich die eigenen Weine.  Die Atmosphäre ist herzlich, die Aussicht auf die Weinberge unbezahlbar. Auf der Karte finden sich die typischen Burgenländer Buschenschank-Klassiker: Hausgeselchtes, Aufstriche, Käse, Grammelschmalz, Schinken und knusprige Brote. Besonders empfehlenswert sind die verschiedenen Salate und die ist die Brettljause mit hausgemachtem Brot, Liptauer, und Käferbohnensalat – regional, ehrlich, unverfälscht. Hier steht übrigens schon die nächste Generation in den Startlöchern, das ist besonders schön zu sehen! Dazu gibts die besten Weine von Wiesler-Schreiner: von weiß über rot, rosé und natürlich den für die Region typischen Uhudler. Was die Buschenschenken im Burgenland so besonders macht, ist ihre Authentizität: Hier gibt’s keine Showküche, keine Designerstühle – dafür echte Handarbeit, Produkte aus eigener Landwirtschaft und ein Gefühl von Heimat. Die Weine stammen bei Wiesler-Schreiner selbstverständlich vom eigenen Familienweingut: frische Welschrieslinge, kräftige Blaufränkisch und ein fruchtiger Rosé, der nach Herbst schmeckt. Unbedingt einen süßen Ausklang kosten und sich die cremigen Schaumrollen oder hausgemachten Kuchen vom Blech schmecken lassen.

Tipp: Gäste können sich im digitalin Buschenschank-Kalender informieren welche Betriebe geöffnet sind.


Übernachten & Genießen am Biohofgut Laschalt


Nur wenige Kilometer weiter wartet unser Quartier: das Biohofgut Laschalt. Schon beim Ankommen spürt man: Hier ist alles mit Liebe gemacht. Gastgeberin Iris empfängt uns herzlich – fast, als kämen wir zu Freunden. Die individuell gestalteten Ferienwohnungen im Urlaub am Bauernhof Betrieb sind modern, aber gemütlich, mit viel Holz, natürlichen Materialien und liebevollen Details, angepasst an den Burgenländischen Hof. Besonders schön: der Blick in die weite Landschaft.

Im hofeigenen Lokal werden Hausgäste wie auch auch externe Gäste bewirtet – von der liebevoll angerichteten Jause über das köstliche Frühstück bis hin zu saisonalen Gerichten aus regionalen Zutaten und vor allem bitte eine Jause genießen. Das Frühstück ist hier ebenso ein echtes Highlight als Hausgast geliefert in die Ferienwohnung mit hausgemachtem Granola, Marmeladen, frischem Brot von Iris, Eier von den eigenen Hühnern und ein Kaffee, der den Tag perfekt starten lässt. Für externe Gäste ist das Restaurant ebenso für Frühstück und Brunch geöffnet. Hier erwarten die Besucher frische Eiergerichte eine Vielfalt an hauseigenen Spezialitäten und alles was das Frühstücker-Herz begehrt. Hier leben Schweine, Rinder, Laufenten und auch Bio-Hühner, der Betrieb ist ein Vorzeigebeispiel gelebter Herzlichkeit.Ein Ort, an dem man gerne länger bleibt – und einfach die Ruhe genießt.


Dinner im Ratschen – Sterneküche trifft Südburgenland


Am Abend geht’s für uns ins Ratschen – ein Restaurant, das die Brücke szwischen regionaler Wirtshausküche und moderner Gourmetkunst schlägt. Hier trifft Gasthausflair auf Sternekulinarik – unkompliziert, herzlich und auf höchstem Niveau. 

Das Restaurant selbst überzeugt mit gehobener Küche: kreative Gerichte aus regionalen Zutaten, kombiniert mit internationalen Einflüssen, die von großen Gastronomieführern gewürdigt werden. Die Lage ist besonders: ruhig eingebettet in Weinberge mit Blick über die Landschaft – drinnen setzt man auf Holz, Glas und eine stilvolle Atmosphäre. Ein Highlight ist die exzellente Weinbegleitung – speziell mit Weinen der Region Südburgenland, die hier auf hohem Niveau serviert werden.


Ein besonders starker Pluspunkt ist die angeschlossene „Wohnothek“: 25 {bzw. nach Erweiterung mehr} frei stehende Holz-Bungalows („loftartig“ gestaltet) inmitten von Weinbergen und Wäldern. Diese Bungalows bieten modernes, designorientiertes und zugleich naturverbundenes Wohnen – mit Terrasse, offenem Bad, Lounge-Gefühl und hochwertiger Ausstattung.
Zum Gesamtangebot zählen auch ein Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Infinity-Pool sowie eine Lounge/Bar mit Frühstück, Snacks und Cocktails – ein echter Rückzugsort nach einem genussvollen Tag.  Das „Ratschen“ ist nicht nur kulinarisch eine Adresse – es fungiert längst als zentrale Genuss- und Tourismusplattform im Südburgenland. Mit der Erweiterung der Wohnothek und dem Ausbau der Gastronomie wurde gezielt der ganze Aufenthalt – Essen, Schlafen, Entspannen – auf hohem Niveau angeboten. Die Stimmung ist entspannt, hochwertig, naturverbunden – perfekt für Genießerinnen und Genießer, die Zeit mitbringen und das Gesamterlebnis schätzen.

 Im modernenen Bau mit Ausblick auf die Weinberger genießen wir hier man hier sensationell und genießt den gehobenen Service. Das Menü spielgelt die kulinarische Vielfalt vom Herbst im Burgenland. Los gehts mit Veggie Apero und knusprigem Brot, dazu Hummus und Radieschen. Nach Fischtartar gibts Kürbisrisotto mit knusprigen Kernen, danach Fisch mit Kartoffelschuppen, perfekt gegart und begleitet von einer eleganten Weinbegleitung aus regionalen Weingütern. Das Dessert – Pfirsich in verschiedenen Texuren sowie für mich eine köstliche Käseplatte rundet den Abend perfekt ab. Dazu ein Glas Blaufränkisch Reserve – kräftig, elegant, typisch Südburgenland. Ein Abend voller Genussmomente und inspirierender Aromen.


Pannonische Küche mit Herz: BrunCS bei Jürgen Csencsits


Am nächsten Tag führt uns unsere Genussreise weiter zu einem, der wie kaum ein anderer für die neue burgenländische Küche steht: Jürgen Csencsits. Der vielfach ausgezeichnete Koch ist Mitglied der JRE – Jeunes Restaurateurs und betreibt im Südburgenland einen wunderbaren Familienbetrieb. Hier wird noch im Holzofen gekocht, mit Zutaten aus der Region, mit Herz und Hand. 

Wir sind beim Bruncs zu Gast – und was für einer, hier wird Mittag sein sechsgäniges Menü serviert, dass nach Burgenland pur schmeckt! Schon beim Eintreten ins unglaublich bunten und lässig renovierte Lokal  duftet es nach frisch gebackenem Brot, Räucherschinken und Kräutern. Aufgetischt wird ein Menü, das Tradition und Kreativität verbindet: los geht es mit Buchteln und cremigen Aufstrichen, bevor in verschiedenen Gängen der Herbst auf den Teller kommt. Kürbis, Pilze, Ravioli und als Hauptgang Huhn aus dem Holzofen. Hier wundert es niemanden, dass das Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Den Bruncs gibts Samstags, Sonntags und an Feiertagen, an weiteren dreit Tagen pro Woche gibts den Restaurantgenuss auf Top Niveau. Jürgen CsentDer Brunch bei Csencsits ist weithin bekannt. Zu den Speisen werden regionale Weinpairings empfohlen. Wir sind übrigens soweit im südlichen Südburgenland, dass wir nicht mehr erreichbar sind, das ist aber auch gut so, denn so konzentrieren wir uns gänzlich auf den Genus shier beim sympathischen Sternekoch mit dem Holzofen. Übrigens Grund genug noch mehr zu genießen. Lässig auch der sehr gut sortierte Weinkeller, der zum Genießen und mitnehmen einlädt. Extrapunkte gibts für den Stil des Lokals, bunt sehr stilvoll eingerichtet und einfach lässig. Eine gelungene Mischung aus gehobener Sterneküche und pannonischem Genuss.

Hier schmeckt man, was das Südburgenland ausmacht: ehrliche Produkte, nachhaltige Landwirtschaft und Menschen, die mit Leidenschaft genießen und bewirten.


Fazit – Genussreise zwischen Wein, Wald & Wärme


Das Südburgenland ist klein, aber fein – und vielleicht gerade deshalb so besonders. Zwischen den sanften Hügeln und Weingärten findet man kein hektisches Treiben, sondern ehrliche Gastfreundschaft, großartige Weine, handwerkliche Küche und viele Lieblingsplätze. Ob beim Wandern entlang des Drei-Weinberge-Weges, beim Verkosten regionaler Tropfen, beim Buschenschank-Besuch oder beim Gourmet-Dinner – hier wird Genuss gelebt.  Ein Wochenende im Südburgenland ist eine Auszeit für alle Sinne – und definitiv eine Reise wert.

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